Grußwort von Bundesministerin Frau Dr. Franziska Giffey

Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey für die Präsentation der Ergebnisse des Frauen-Karriere-Indexes 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft über den Frauen-Karriere-Index (FKi) übernommen. Er verfolgt ein Ziel, das sich auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf die Fahne geschrieben hat – den Anteil weiblicher Führungskräfte in deutschen Unternehmen dauerhaft zu erhöhen. Im Bundesfrauenministerium sagen wir: Frauen können alles, auch Aufsichtsrätin oder Top-Managerin werden. Tatsächlich sind Frauen in diesen Positionen bislang eher die Ausnahme. Genau deshalb brauchen wir Partner wie den Frauen-Karriere-Index (FKi).

Seit seiner Gründung 2012 untersucht der Index, wie sich Frauen auf verschiedenen Führungs­ebenen in ihren Karrieren entwickeln. Er unterstützt Unternehmen, Organisationen und Institu­tionen dabei, effizientere Maßnahmen zu ergreifen, um die Aufstiegschancen von Frauen dauer­haft zu verbessern. Beim Start 2012 haben die Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes Neu­land betreten. Viele Unternehmen der ersten Stunde besaßen schlicht keine aussagekräftigen Daten über die Karrierewege ihrer Mitarbeiterinnen. Das hat sich geändert. Gender-Monitoring ist heute für sie zum Standard geworden. Und sie haben erkannt, dass die Förderung von weib­lichen Führungskräften ein fest etabliertes Unternehmensziel sein sollte. Weil es richtig ist, Frauen zu fördern, gerade im aktuellen Wettbewerb um die besten Fachkräfte. Und weil sie den Herausforderungen der Zukunft mit gemischten Teams besser begegnen können. 

Diesen Kulturwandel wollen wir als Bundesfrauenministerium weiter voranbringen. Dafür haben wir 2015 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungs­positionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vorgelegt. Seitdem hat sich die Situation in den Aufsichtsräten deutlich verbessert. Aber auf der Management-Ebene sehen wir immer noch zu wenig Bewegung. Daher freut es mich, wenn Unternehmen sich professionelle Unterstützung suchen, um die Rolle von Frauen auch hier zu stärken. 

Sie gestalten gesellschaftlichen Wandel mit. Sie unternehmen etwas gegen bestehende Benachteiligungen und sorgen dafür, dass Frauen in unserem Land wirklich alles können. 

Davon profitieren schlussendlich wir alle, weil diese Veränderungen unsere Unternehmen offener, transparenter und nachweislich wirtschaftlich erfolgreicher machen.

Ich wünsche dem FKi und allen Beteiligten für die Zukunft alles Gute. 

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Franziska Giffey
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend