FKi präsentiert die Ergebnisse der Umfragephase 2017

Mehr Frauen in Führung ist machbar

Frankfurt/München, 08.03.2017.

Eine erfolgreiche und nachhaltige Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen ist möglich, wenn Frauen die Chance erhalten, von unten nach oben in der Karriereleiter aufzusteigen.

Oft müssen jedoch erst die Voraussetzungen für diese Durchlässigkeit in den Unternehmen geschaffen werden. Die Ergebnisse der FKi zeigen, dass das Aufbrechen alter Strukturen, um mehr Frauen in Führung zu bringen, auch die Kultur im Unternehmen deutlich verändert und damit eine moderne Entwicklung unterstützt. Diese Agilität ist das, was Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung und Transformation unbedingt brauchen.

Der FKi 2017 ist eine Befragung von 35 teilnehmenden Unternehmen und Organisationen, die sich anhand eines 40-seitigen Fragebogens erfassen lassen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren haben die FKi-Unternehmen deutlich mehr Frauen in Führungspositionen gebracht als der deutsche Durchschnitt. Die Struktur der untersuchten Unternehmen zeigt, dass sowohl im Maschinenbau, in der IT-Branche, bei Banken, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen als auch bei Konsumgüterherstellern und Hochschulen positive Entwicklungen möglich sind. Allen Unternehmen gemeinsam ist ein strategischer und strukturierter Ansatz für mehr Frauen in Führung.

Die Arbeit des FKi besteht darin, die Entwicklung der Frauenkarrieren in Deutschland transparent und messbar zu machen. Dazu wird das interne Potenzial der Unternehmen anhand von Zahlen, Daten und Fakten erfasst und analysiert. Das Ergebnis der unternehmensspezifischen Analysen (Indexwert) ist entscheidend für die Position im Gesamtranking. Es ermöglicht den Unternehmen den direkten Vergleich mit anderen Teilnehmern. Anhand der Indexierung, den Experteninterviews, zusätzlichen Befragungen und im Austausch zwischen den Unternehmen werden die Erkenntnisse des FKi ständig erweitert und validiert.

Der FKi hat Analysen für über 160 Unternehmen mit insgesamt 970.054 Beschäftigten durchgeführt. Darunter waren 370.110 Frauen. Dies betrifft 18.174 Führungskräfte (Ebene ABC) und unter ihnen 3.976 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 27% Frauen an den Führungskräften. Die an der FKi teilnehmenden Unternehmen haben ihren Frauenanteil auf der Ebene A seit 2012 um durchschnittlich 4 % auf 15,6 % verbessert, die Ebene AB weist einen Zuwachs von 5,8 % auf 23,2 % auf und die Ebene ABC hat sich um 6 % auf 27 % erhöht.

Am 8. März, anlässlich des Internationalen Frauentages, wird Bloomberg L.P. in Frankfurt unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zum fünften Mal Unternehmen auszeichnen und die Ergebnisse vorstellen. Staatssekretär Dr. Kleindiek wird die Unternehmen persönlich ehren und die Preise überreichen.

“Nicht nur bei den Spitzenreitern des Rankings hat sich der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöht. Alle teilnehmenden Unternehmen konnten über die Jahre hinweg nachweisliche Verbesserungen dokumentieren”, resümiert Barbara Lutz.

“Wir sehen eine klare Abkehr von langwierigen Veränderungsprogrammen. Die Herausforderungen der Transformation und das Streben nach agilen Strukturen lassen dafür einfach keine Zeit – moderne Unternehmen ergreifen kulturverändernde Maßnahmen und überprüfen diese ständig”, beschreibt Barbara Lutz die Ergebnisse. Auch wenn die Unternehmen verinnerlicht haben, dass mehr Frauen in Führung ein Marathon und kein Sprint ist.

 

Hintergrund Frauen-Karriere-Index

Der FKi ist ein unabhängiges Messinstrument, das für Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche nutzbar ist und untersucht, wie sich Frauen auf verschiedenen Führungsebenen in ihren Karrieren entwickeln. Der FKi misst und steuert die Förderung von Frauen in Unternehmen. Er liefert Kennzahlen zur Steuerung und Umsetzung und prüft, wie es gelingen kann, langfristig mehr Frauen zu gewinnen und zu binden. Der FKi ist ein Instrument, das Unternehmen dabei unterstützt, Konzepte zu entwickeln, Ziele zu formulieren, zu erreichen und zu dokumentieren. In den Gründungsjahren 2012 und 2013 wurde der FKi aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Seit 2015 hat das BMFSFJ die Schirmherrschaft übernommen und Bundesministerin Katarina Barley ist die diesjährige Schirmherrin des Unternehmenspreises.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.frauen-karriere-index.de/

Kontakt:

Barbara Lutz

b.lutz@frauen-karriere-index.de

+ 49 160 97367737